Kita muss mehr
Im Rahmen einer Studienarbeit haben wir uns mit der Planung und Gestaltung von Kindertagesstätten auseinandergesetzt und unterschiedliche räumliche sowie pädagogische Konzepte analysiert. Dabei zeigte sich, dass eine gezielte architektonische Gestaltung einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Arbeits- und Betreuungsbedingungen in Kitas leisten kann.
Ausgehend von einem Kitakonzept, das feste Rituale mit Phasen des Freispiels verbindet und durch flexible Themenräume ergänzt wird, lassen sich starre Gruppenstrukturen auflösen. Unter Berücksichtigung reformpädagogischer Ansätze entstehen offen zugängliche Bildungsbereiche, die eine kindzentrierte Umgebung fördern und die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Kinder in den Mittelpunkt stellen.
Dies erfordert eine bewusste Überarbeitung von Raumabfolgen und Raumbeziehungen, wobei Multifunktionalität ein zentrales Kriterium darstellt. Die Räume werden so konzipiert, dass sie flexibel nutzbar sind und sich den wechselnden Anforderungen des Kita-Alltags anpassen lassen. Bewegungsflächen, Rückzugsorte und kreative Lernbereiche werden dabei harmonisch miteinander verbunden, um sowohl Struktur als auch Freiraum zu ermöglichen.